6. Tag, 06.08. Carcassonne - Andorra
Heute der Besuch in Carcassonne.

Bild 27: Die Festung Carcassonne sah man schon von weitem.
Wem sie bekannt vorkommt: Sie hat im Film mitgespielt (Jeanne d'Arc und Robin Hood, selbst Walt Disney hat sich für Schneewittchen und Dornröschen hier Inspiration geholt) und es gibt ein Würfelspiel mit diesem Namen.
Hinein ging es durchs Stadttor.

Bild 28: Eins der Stadttore, die Porta Narbonnaise.
Innerhalb der Stadtmauern enge Gässchen mit Souvenirgeschäften. Und in der Stadt gibt es noch einmal eine Extrafestung, die Grafenburg.

Bild 29: Der Zugang zur inneren Burg.
Nach dem Erkunden der Burg konnte man einmal oben auf der äußeren Stadtmauer entlanggehen, so einen Kilometer.
Dabei hatte man eine gute Sicht auf den Montagne Noir, die schwarzen Berge, wo schon früh Gold, Eisen und Kupfer abgebaut wurden. Sie sind der südliche Ausläufer des Französischen Zentralmassivs.

Bild 30: Montagne noir.
Dann ging es zur Kirche St. Naizare innerhalb der Stadtmauern mit wundervollen Kirchenfenstern.

Bild 31: Die Fenster von St. Naizere.
Die Stadt hat eine wechselvolle zweitausendjährige Geschichte, hier die Kurzform: Römer, Westgoten, Sarazenen, Franken, Franzosen, Katharer, Kreuzzügler, Spanier, Franzosen.
Am bekanntesten ist eigentlich, dass die Katharer sich hier 1209 verschanzt haben, von den Tempelrittern auf dem Albigenserkreuzzug erobert wurden und alle, die den römisch-katholischen Glauben nicht annehmen wollten, der Inquisition zum Opfer fielen: 100 durften mit dem gehen, was sie am Leibe trugen, der Rest wurde gehängt oder verbrannt. Danach waren alle Einwohner katholisch.
Im 19. Jhh. wurde die Festung restauriert und in diesem Zustand wiederaufgebaut. Der Tourismus setzte sofort ein.
Dann Weiterfahrt nach Andorra. Und angekommen. Über den Pass de casa. Und als ich nach den Serpentinen oben war, bin ich direkt in eine Wolke gefahren. Das war auch gut, so konnte man beim Runterfahren nicht sehen, wie tief es an der Seite runterging. Der Wegezoll für die Autobahnnutzung wird hier noch per Hand abkassiert.
Andorra ist ein in den Pyrenäen in einem langen Tal liegendes Land, ringsum von hohen Bergen umgeben. Die Amtssprache ist Catalan. Es ist ein kleines Paradies für Markenfans. Man bezahlt nur 4 % MWSt. Da war für mich natürlich das Tanken am Interessantesten: 1,58.
Aber zuerst eine Unterkunft für das Auto gesucht. Das Tal ist bis auf den letzten Zentimeter bebaut, selbst die Flüsse sind überbaut. Aber ab und zu treten sie mal an die Oberfläche.

Bild 32: Andorra.
Aber eigentlich ist Andorra eine riesige Einkaufsstraße. An deren Ende des Tals findet man die alte Stadt.

Bild 33: Das alte Andorra.
Dort habe ich ein kleines Restaurant gefunden. Es gab Paella leider nur für 2 Personen. Also keine Paella, sondern Dorade. Dazu ein frischer trockener Weißwein vom Weinberg des Besitzers.

Bild 34: Und auf dem Rückweg gingen die Lichter an.