2. Tag, So, 02.08., Völklingen -> Moirans
Erste Station war das erste Industriegebäude, das in die Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde, die Völklinger Eisenhütte. Die Eisenhütte war bis 1986 in Betrieb und wurde kurz vor Stilllegung 1990 (es wurde eine neue gebaut) Weltkulturerbe.
Genaueres, vor allem zu Zwangsarbeitern im ersten und zweiten Weltkrieg, auf Wikipedia.

Bild 02: Eingang und ehemaliger Wasserreservoirturm der Völklinger Hütte. Gekühlt wurden die Hochöfen mit Wasser aus der Saar, die neben der Hütte entlangfliesst.
Heute wird die Völklinger Hütte auch für Kunstausstellungen und Konzerte benutzt. Eine Ausstellung in der Gebläsehalle mitten zwischen den Schwungrädern hatte es mir besonders angetan, es ging um Röntgenstrahlen.

Bild 03: Arbeitstisch (nachgebaut) von Conrad Röntgen.

Bild 04: Der gläserne Mensch, im Hintergrund die Schwungräder für die Gebläse.

Bild 05: Kunst zum Thema Röntgen und zwei alte Röntgenapparate.
Was mich noch erstaunte: der Nachbau eines Satelliten, der das Weltall mit Röntgenstrahlung vermisst.

Bild 06: Satellit SRG (1:1,5) mit den Teleskopen eRosita und ART-XC (vom MPI für Extraterrestrik in Garching).
Dann ging es über die verschiedenen Vorbereitungshallen hoch hinauf zu den Hochöfen.

Bild 07: Blick von den Hochöfen. Die Berge im Hintergrund sind nicht natürlich, es sind Schlackeberge.

Bild 08: Wieder unten am Fuss des Hochofens, wo das Eisen rausfloss.

Bild 09: Blick beim Zurückgehen auf die Hochöfen.
Dann ging es mit dem Auto weiter. Kurz hinter Völklingen fuhr man gleich nach Frankreich hinein. Zuerst musste ich mich erst einmal wieder an die anderen Verkehrszeichen gewöhnen und an die vielen Kreisverkehre. Glücklicherweise weist Navi einem den Weg. Dann die erste Mautstation: Ja, das Telepeage-Gerät, dass ich auf Anraten meiner Nichte seit meiner ersten Autofrankreichreise hatte, funktioniert noch. Dann das erste Mal tanken: Ein netter Franzose hat mir geholfen. Tanken an der Autobahn ist hier auch anders: Ungefähr einen km vorher wird der Preis angezeigt. Ich bin bei 1,99 statt sonst 2,35 rausgefahren, alle anderen wohl auch.
Aber ich bin planmäßig und wohlbehalten in Moirans angekommen, auch wenn das Autothermometer 38 Grad angezeigt hat. (Falls Ihr Euch wundert, warum ich an Städten wie Metz, Nancy, Dijon und Lyon vorbeifahre: Erkläre ich Euch Dienstag, da habe ich einen Termin in der Nähe von Marseille.)
Schon die letzten 20 km waren eine wahre Naturshow. Moirans liegt in der Nähe von Grenoble in den Französischen Alpen.

Bild 10: Alpenpanorama von Moirans aus.
Moirans ist ein kleines Städtchen, die Zimmer sind hier preiswerter als in Grenoble. Aber gleich um die Ecke ist ein CarreFour, wo ich morgen früh erst einmal einkaufen kann: Baguette, Salzbutter, Käse und Rotwein (und Wasser natürlich). Und auch eine Tankstelle gibt es, die heute abend 1,98 angezeigt hat.