Samstag, 21. Februar 2026
4. Tag: Insel Kos
Heute war es dann endlich so weit, von Bodrum ging es los in Richtung Insel Kos. Fahrzeit eine Stunde, 15 km oder 8 sm.

Beim Zurüchschauen noch ein Blick auf die Festung.


Bild 19: Rückblick auf die Festung St. Peter, die Johanniter-Kreuzritterburg.


Bild 20: Die Halbinsel mit den Windmühlen von der Wasserseite aus.


Bild 21: Das Meer.


Bild 22: Der Hafen von Kos mit der Festung am Hafen.

Die Insel empfing uns mit Freudentränen. Die griechischen Grenzer waren nicht die schnellsten und liessen uns erst einmal im Regen stehen. Danach ging es ins Hotel, das direkt am Hafen und gegenüber der Hafenfestung liegt.

Dann ging es mit giechischer Reiseleitung im Bus nach Asklepion.


Bild 23: Tempel des Asklepion (Sohn des Appollo). Hier wurden vom 4. Jhh. v. Chr. bis ins 5. Jhh. Kranke behandelt. Hippokrates wurde auf dieser Insel als Sohn und Enkel von Ärzten geboren und hat hier auch seine Schüler unterrichtet. Die in Asklepion vorkommende ungefährliche Äskulapnatter windet sich auch heute noch um den Äskulapstab als Zeichen der Ärzte.

Als wir dort auf der obersten Stufe des Tempels standen, hörte auch der Regen plötzlich auf. Man konnte von oben bis aufs türkische Festland schauen.


Bild 24: Blick vom Äskulaptempel.


Bild 25: Frühlingsboten: Zwischen den Steinen wuchsen üverall Anemonen.

Im Bergdorf Zia an der Flanke der höchsten Erhebung von Kos, dem Dikeos mit 846 m, gab es Mittagessen. Von dort hat man eine schöne Sicht auf die Nachbarinseln Kalymnos und Pserimos.


Bild 26: Die Nachbarinseln.


Bild 27: Byzantinische Kirche. Auf den griechischen Inseln sind die Kirchen meistens weiss mit blauen Kuppeln.

Auf dem Weg in den Süden kamen wir an einer von zwei noch betriebenen Windmühlen vorbei.


Bild 28: Windmühlen auf Kos. Energie heute: Trotz Möglichkeiten für Geothermie auf der Vulkan-Nachbarinsel Nissyros und Windgeneratoren nutzt man hier Erdöl zur Stromerzeugung.

Ziel war der Süden der Insel. Die Insel ist ungefähr so lang und breit wie Usedom, nur gibt es hier einen ca. 14-mal höheren Berg.


Bild 29: Blick von Kefalos auf die Insel. Ganz hinten der höchste Berg Dikeos von Wolken verhangen.


Bild 30: Paradise Beach mit der Insel Agios Stefanos.

Nach der Inselrundfahrt haben wir die Altstadt besichtigt.


Bild 31: Johanniterkastell Neratzia mit Segelschiffen.

In Kos soll Hippokrates eine Platane gepflanzt und im Schatten des jungen Baumes seine Schüler unterrichtet haben. Auch der Apostel Paulus hat hier zu den Koern, den Kos-Bewohnern, gepredigt.


Bild 32: Die Platane des Hippokrates (gesichert durch Eisengestänge).


Bild 33: Antike Agora, der antike Marktplatz.


Bild 34: Kuppeln der griechisch-orthodoxen Kirche Agia Paraskevi.


Bild 35: Denkmal des Hippokrates.


Bild 36: Für die Pommern: eine Pommeranze.


Bild 37: Abendstimmung am Hafen.

Zum Abschluss des Tages gab es ein gemeinsames Essen beim "Griechen": griechischer Salat, Gyros und Nachspeise. Dazu von der Insel Kos Wein und Bier sowie Ouzo.


Bild 38: Einheimische Biersorten Alpha und Mythos.



Freitag, 20. Februar 2026
3. Tag: Bodrum
Die Zwangspause konnten wir gut überbrücken. Endlich mal ausschlafen. Dann bin ich mit einem Ehepaar zusammen zur Johanniter-Festung gelaufen.


Bild 10: Blick von der Festung. Hinter der Halbinsel mit den weissen Häusern liegt unser Hotel (auf der Halbinsel oben sind die Windmühlen von gestern), die etwas entferntere Insel ist schon Kos, wo wir heute leider nicht hinfahren konnten.


Bild 11: Die Festung.

In der Festung ist auch das Unterwasser-Archäologie-Museum untergebracht.


Bild 12: Die Amphoren-Sammlung.

Sie hatten in den Siebzigerjahren ein gesunkenes Schiff mit Waren an Bord geborgen. Eine Nachbildung ist dort ausgestellt. Es war das erste Mal weltweit, dass eine Unterwasserausgrabung nach wissenschaftlichen Methoden durchgeführt wurde, darauf sind sie hier alle ganz stolz.


Bild 13: Versunkene Rigg. Sie hatte Amphoren, Glaswaren und Rohglas aus Syrien geladen.

In den verschiedenen Türmen (jede Nation der Kreuzritter hatte den eigenen, es gab den deutschen, den spanischen und den französischen Turm) waren von verschiedenen gehobenen Wracks Amphoren, syrische Glaswaren, Gold- und Silbermünzen. Es war alles gut erklärt.


Bild 14: Der französische Turm.


Bild 15: Eine Vase.


Bild 16: Die Rüstung eines Johanniters.

Am Ende des Rundgangs war auch ein kleines Cafe, welches echten türkischen Kaffee hatte: mit Kaffeesatz gekocht und dann viel Zucker darin.

Wir haben vier Stunden in der Festung zugebracht und die Zeit ist wie im Fluge vergangen.

Anschliessend noch ein Bummel durch die Geschäfte.


Bild 17: Lampen in einem Souvenirgeschäft.

Die Frau sah eine hübsche Tasche und fragte, wie teuer die wäre. Es waren 4200 Euro, sie hatte das Luis-Vuitton-Zeichen nicht gesehen. Wie gestern bereits erwähnt, ist Bodrum das Binz oder Sylt der Türkei. Im Laden daneben gab es die Fake-Tasche für ein Zehntel. Sie hat sie nicht genommen.

Dann ging es wieder zurück. Das Hotel heisst Beachhotel, es musste also irgendwo ein Strand sein. Am Hinterausgang ging es zum grossen Parkplatz und dahinter war tatsächlich öffentlich zuänglicher Strand.


Bild 18: Der Strand am Beachhotel.

Zum Abendessen gab es dann die gute Nachricht, morgen um acht ist Abfahrt nach Kos. Das Programm von zwei Tagen wird an einem durchgezogen, nur die griechische Tanzshow fällt weg, was ich jetzt nicht so schlimm finde :-). Auf Kos übernachten wir dann auch.



Donnerstag, 19. Februar 2026
2. Tag: Milet, Didyma, Bodrum
Heute beginnt der Ramadan. Heisst, Moslems dürfen zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nichts essen und trinken. Das heisst für uns, normale Restaurants und Cafes haben tagsüber zu. Der Reiseveranstalter hat aber organisiert, dass für uns was zu essen da ist :-).


Erste Station heute war die ehemalige Hafenstadt Milet. Wenn der Name der Stadt den Nerds unter Euch etwas sagt, ist das richtig: Thales von Milet (und sein Satz des Thales, Mathe Kl. 7, könnt Ihr googeln) war Mathematiker und Astronom. Thales hat auch zum ersten Mal das Datum für eine Sonnenfinsternis vor der Finsternis berechnet. Das nenne ich doch einmal einen Reiseanfang.

Man kann hier noch alte griechische Gebäuderuinen sehen wie das Theater, welches bis zu 25.000 Zuschauende fasste und die Faustina-Thermen.


Bild 02: Theater von Milet.

Die Südagora, der Marktplatz von Milet, war mit 96 x 164 m der grösste Marktplatz der Antike. Das monumentale Markttor mit 17 m Höhe und 29 m Breite steht heute im Pergamonmuseum in Berlin. Von hier starteten auf einer eigens dafür gebauten Strasse, die Via Sacra, die Prozessionen zum Apollon-Heiligtum in Didyma.

Heute liegt der Ort nicht mehr am Meer.
Durch die Sedimentablagerungen des Flusses Mäander (ja, "mäandert" kommt daher) ist aus der ehemaligen Bucht eine Tiefebene geworden, in der Weizen und Baumwolle angebaut wird. Daher sieht man kein Wasser ringsum.


Nächste Station war der Apollo-Thempel in Didyma, eines der bedeutendsten Orakelzentren der Antike, man verehrte dort die Zeuskinder Apollo und seine Zwillingsschwester Artemis.

Nach 500 Jahren Bauzeit hat man anders als beim Kölner Dom nicht weitergebaut, sonst wäre er zu seiner Zeit einer der drei grössten Tempel der Welt geworden. 112 Säulen von 2 m Durchmesser sollten den 51 x 110 m grossen Sockel in 2 Reihen säumen und das Ganze sollte 24 m hoch sein.


Bild 03: Apollotempel in Didyma.

Über den Eingängen hingen Medusenköpfe, damit diejenigen zu Stein wurden, die dem Tempel Schlechtes wollten.


Bild 04: Medusenhaupt.


Dann am Bafasee vorbei nach Bodrum (früher Harlikarnassos). Hier war unsere erste Station das antike Theater der Stadt. Zu Fuss ging durch Altstadtgassen zum Mausoleion des Maussollos (daher hat das Mausoleum seinen Namen) von Harnikanassos, eines der sieben Weltwunder der Antike.


Bild 05: Mausoleion von Harnikanassos, wie es einmal aussah.


Leider ist nicht mehr viel erhalten.


Bild 06: Die Reste des Mausoleums.

Weiter runter bis zum Hafen. Heute ist Bodrum die Ferienstadt der Superreichen, entsprechende Yachten liegen hier vor Anker.

Gegenüber dem Yachthafen liegt die ehemalige Johanniter-Kreuzritterburg.


Bild 07: Kastell St. Peter, die Kreuzritterburg. Hier wurden auch Steine des durch mehrere Erdbeben zerstörten Mausuleions wiederverwendet.

Oben von der Spitze einer Halbinsel in der Stadt aus konnte man die Kreuzritterburg des Johanniterordens im Licht der untergehenden Sonne sehen. Oben stehen unrestaurierte Windmühlen.


Bild 08: Windmühlen.

Noch etwas Botanik am Rande: Hier der Paternosterbaum. Aus seinen getrockneten Kernen werden Rosenkränze gefertigt.


Bild 09: Paternosterbaum.

Uns erreichte leider die Meldung, dass es morgen windig wird und wir nicht wie geplant nach Kos mit der Fähre übersetzen können, weil die Häfen gesperrt sind.

Das heisst aber auch, morgen einmal ausschlafen :-).



1. Tag Anreise - Kusadasi
Den Dauerfrost habe ich hinter mir gelassen. In Berlin hat es noch einmal geschneit, aber der Flieger hob pünktlich ab. Erst ging es nach Antalya.


Bild 01: Inseln im Mittelmeer.

Dann von Antalya nach Izmir (zwar umständlich, aber preiswert). Dort hat uns unser Reiseleiter in Empfang genommen und es ging mit dem Bus nach Kusadasi. Halb zwölf waren wir im Hotel. Noch schnell zu Abend gegessen und dann aufs Zimmer.

Morgen ist ab 6:30 Uhr Frühstück und 7:45 Uhr Abfahrt. Es gibt viel anzusehen, hat uns der Reiseleiter schon angedroht :-). Ich freue mich.