Dienstag, 11. März 2025
Nordmazedonien: Skopje
Heute fuhr der Bus um 07:00 Uhr ab, hieß also: Frühstück um sechs.

Erste Station war eine Teppichknüpferei. Hier waren die verschiedenen Materialien in den Teppichen zu bewundern: Wolle auf Wolle, Wolle auf Baumwolle, Seide auf Wolle und Seide auf Seide. Die Preise lasse ich jetzt mal weg. Fotografieren durfte man nicht wegen Musterklau.

Weiter ging es über die Berge in Richtung Skopje. Ein Zwischenhalt in 1200 Metern Höhe, an den Nordhängen lag sogar noch Schnee.


Bild 71: Hier unser Bus. Wir hatten einen wirklich erfahrenen und immer ruhig bleibenden Busfahrer.

In Skopje starteten wir mit der Stadtführung in die St.-Clement-Kirche.


Bild 72: Sv.-Clement-Kirche.


Bild 73: Die Kirche innen mit Ikonostase.


Bild 74: Die Kuppel der Kirche.

Die Stadt Skopje wurde 1963 von einem schweren Erdbeben getroffen, bei dem über 1000 Einwohner starben. Daher ist in der Innenstadt alles in den 60er Jahren wiederaufgebaut worden. 2014 kam eine rechte Regierung an die Macht, die die einfachen Fassaden mit nachgemachten alten Fassaden "verschönert" hat. Dadurch ist Skopje ein Sammelsurium an Baustilen.


Bild 75: Baustil-Mischmasch in Skopje.

Die nachfolgende linke Regierung stoppte dann die horrenden Ausgaben für die Fassaden"verschönerung".
Und es wurden über 100 Denkmäler in der Stadt von der rechten Regierung aufgestellt, z.B.:


Bild 76: Denkmal für Alexander, den Großen.

Alexander der Große oder Alexander von Mazedonien ist allen aus der Geschichte bekannt. Gelebt hat er von 356 bis 323 v. Chr., gestorben ist er an Fieber. Sein Lehrer war Aristoteles.

An der steinernen Brücke, früher die einzige zwischen dem christlichen und dem osmanischen Stadtteil


Bild 77: Steinerne Brücke über den Fluss Vardar.

steht ein Denkmal für den byzantinischen Imperator Justinian, der die beim Erdbeben 518 zerstörte Hauptstadt Skupi (in einem Dorf in der Nähe wurde Alexander geboren) 6 km weiter weg wieder aufbaute, das heutige Skopje.


Bild 78: Denkmal für Justinian.

In der Nähe des Alexander-Denkmals stand vor dem großen Erdbeben das Geburtshaus von Mutter Theresa. Etwas davon entfernt findet man ihr zu Ehren ein Museum.


Bild 79: Museum für Mutter Theresa.


Bild 80: Wachsfigur von Mutter Theresa.

Hier noch Beispiele für die "Fake"-Architektur:


Bild 81: "Engelsbrücke".


Bild 82: "Arc de Triumphe".

Eine neue orthodoxe Kirche:


Bild 83: Kirche.

Anschließend gab es im osmanischen Teil noch einen Kaffee.


Bild 84: Hamam im osmanischen Teil.

Dann ging es in unser letztes Hotel. Morgen früh ist dann um 04:00 Uhr Frühstück, um 05:00 Uhr Abfahrt un um 07:35 Uhr geht der Flieger.



Nordmazedonien: Kloster Naum, Ohridsee und Ohrid
Heute durften wir wirklich einmal ausschlafen. Frühstück war erst zu halb neun angesetzt.


Bild 59: Blick vom Hotel auf den Ohrid-See.

Es ging dann auch erst 09:30 Uhr mit dem Bus los. Auf dem Weg zu unserer ersten Station hielten wir oberhalb einer Nachbildung eines jungsteinzeitlichen Pfahlbauten-Dorfes, wie es sie hier am Ohrid-See den Ausgrabungen nach hier gegeben hat.


Bild 60: Pfahlbauten.

Dann erreichten wir das Kloster Naum, ein im Jahr 900 erbautes Kloster,


Bild 61: Kloster Naum.

in dem Naum als Lehrer, Missionar und Wunderheiler wirkte. Er war ein Schüler von Kyril und Method, welche die kyrillische Schrift eingeführt hatten Naum hat sie dann noch einmal vereinfacht, so dass es nicht mehr 40 verschiedene Schriftzeichen waren.

Das Kloster ist heute ein wichtiger Pilgerort der byzantinischen Kirche.

Nach einer Suppe zum Mittag ging es mit dem Boot ü er den Ohrid-See in Richtung Ohrid zurück. Der Ohrid-See liegt auf einer Höhe vonn 700 Metern. Die hoch aufragenden Berge sind ungefähr 2500 Meter hoch. Der Pass, über den wir gestern ins Tal gefahren sind, lag ungefähr bei 1000 Metern.

Der Ohrid-See ist aber nicht nur der höchstgelegene See Europas, sondern auch mit 288 Metern der tiefste.


Bild 62: Blick auf die den See umgebenden Berge.

Um den See herum sind viele Urlaubsunterkünfte für Sommerfrischler. Auch Tito hatte hier eines seiner Sommerquatiere, in dem er sich des öfteren mit Sophia Loren zum "Kaffee" getroffen hat.

Nach einer Weile kam dann auch Ohrid in Sicht, mit der Festung, die über der Stadt thront. Die Altstadt wurde zum Weltkulturerbe erklärt.


Bild 63: Die Stadt Ohrid mit Festung.

Die Stadt liegt an der Via Eterna (von Bar bis Konstantinopel), eine Verlängerung der Via Apia (von Rom bis Bari)
Auf der Via Eterna sind wir gestern auch von Shkodra über Tirana bis hier nach Ohrid gefahren.

Ohrids Altstadt ist vor allem für seine Häuser mit den vorstehenden Erkern und Balkonen bekannt (der Fiskus hat damals schon die Häuser nach der Hausgrundfläche besteuert). Daher werden die Häuser nach oben immer breiter.


Bild 64: Typisches Haus in Ohrids Altstadt.

Die wichtigste Kirche in Ohrid ist die Hagia Sophia. Die Namensgleichheit mit der ehemaligen Kirche in Istanbul kommt nicht von ungefähr. Konstantinopel hat es den Mazedoniern gestattet, den gleichen Namen zu verwenden, wenn sie dafür in Mazedonien 365 Kirchen bauen, für jeden Tag eine. Haben sie gemacht.


Bild 65: Hagia Sophia von Ohrid.

In der Nähe der Festung gibt es noch eine auf einem Felsen gelegene Kirche, die Kirche Sv. Jovan.


Bild 66 : Sv. Jovan

Berühmt sind auch die Perlen vom Ohrid-See. Es sind keine echten Perlen. Sie werden hergestellt, indem man Muschelperlmutt zerkleinert und mit einer geheimen Masse zu einer Kugel formt. Dann zerkleinert man Fischschuppen der Ohrid-Forelle und überzieht die Kügelchen damit, so dass sie einen schönen Glanz bekommen. Fertig sind die "Fake"-Perlen.


Bild 67: "Fake"-Perlen.

Ein weiterer Schüler von Kyrill und Method war der heilige Clemens. Er hat sich in Ohrid niedergelassen und dort eine Universität gegründet.


Bild 68: Der heilige Clemens, Gründer der Uni in Ohrid.

Nach einer Kaffeepause ging es dann ins Hotel zurück, wo wir diesmal rechtzeitig genug für den Sonnenuntergang ankamen.


Bild 69: Sonnenuntergang am Ohridsee, Blick zur albanischen Seite des Sees.

Nach dem Abendbrot ging es dann aber noch zu einem Folkloreabend. Acht junge Tänzerinnen und Tänzer zeigten uns Mazedonische Tänze.


Bild 70: Folkloreabend.



Sonntag, 9. März 2025
Albanien: Shkodra und Tirana
Heute mussten wir wieder früh raus, auch wenn es Sonntag war. 06:15 Uhr Frühstück und 07:15 Uhr Abfahrt.
Wir hatten ja schon dicht an der Grenze zu Albanien übernachtet. Erste Station in Albanien war Skodra. Wir besichtigten eine Kirche


Bild 49: Marienkirche. Mutter Theresa und Papst Johannes Paul II. waren bei der Kirchweihe dabei.

und eine Moschee.


Bild 50: Moschee in Shkodra.

Nach den zweiten Weltkrieg war Albanen kommunistisch, das Land hat sich aber völlig nach außen abgeschottet. Kirchen und Moscheen wurden entweiht und als Turnhallen o.ä. benutzt oder abgerissen. Nach dem Ende der kommunistischen Zeit wurden aber wieder neue gebaut. Die karholische Kirche in Shkodra war eine Turnhalle.


Bild 51: Das Innere der Marienkirche. Links das Bildnis von Mutter Theresa.

Kosovo und Montenegro waren Länder, in denen der Euro die Landeswährung ist. Sie haben allerdings noch keine eigenen geprägten Euros, beide Länder sollen aber bis Ende der zwanziger Jahre noch in die EU aufgenommen werden.
Hier in Albanen bezahlt man mt Lek. Aber auch der Euro wird stellenweise akzeptiert.


Bild 52: Albanische Leks.

Dann ging es von der Küste ins Innland. Dabei kamen wir in Lezhe am Grab des Volkshelden Skanderbek vorbei. Er käpfte für die Freiheit der Albaner von den Osmanen. Interessant ist, das er, der Fürstensohn, als ein Unterpfand des türkischen Sultans mitgenommen wurde und als Janitschar, Mitglied der Sultan-Elitetruppe, ausgebildet wurde. Mit dieser militärischen Ausbildung hat er dann einen Partisanenkrieg gegen die osmanischen Truppen angeführt. Bei der Verteidigung der Festung von Lezhe ist er gefallen und an der Stelle seines Grabes wurde das Mausoleum gebaut.

Nächste Station ist Tirana. Eine moderne Stadt mit viele Hochhäusern, die auch irgendwo in China stehen könnten. Der Städtebau wurde mit vor allem italienischen Geld gefördert.

Erste Station war die Moschee, die das Regime als einzige hat stehen lassen.


Bild 52: Alte Moschee.

Dann ging es weiter zu den Bunkern. In Albanien gibt es unzählige davon aus der Zeit des kalten Krieges, selbst auf den Dörfern.


Bild 53: Bunkereingang.

Danach gingen wir zur Pyramide,


Bild 54: Pyramide.

einem Bau, in dem der albanische Diktator Enver Hodscha beerdigt werden wollte. Er starb vor Fertigstellung des Baus 1985 und nach dem Ende der kommunistischen Ära hat man ein Begegnungszentrum für die Jugend draus gemacht. Heute ist es ein Innovation-Hub.


Bild 55: Pyramide innen.

Von oben hat man einen schönen Blick über die Stadt, von dort sieht man auch die größte Moschee des Balkans mit 5000 Gebetsplätzen.


Bild 56: Neue Moschee. Sie wurde mit arabischer Finanzhilfe errichtet. (Blick auf die Moschee zwischen zwei Hochhäusern.)

An der letzten Tankstelle in Albanien tauschten wir unser letztes albanisches Geld in Naturalien um.


Bild 57: Bier und Raki (so etwas ähnliches wie Grappa) von der Tanke.

Kurz danach überquerten wir auf einem Pass in 1000 Meter Höhe die albanisch-nordmazedonische Grenze. Unser heutiges Hotel steht am Ohrid-See.


Bild 58: Ankunft am Ohrid-See.



Samstag, 8. März 2025
Montenegro: Budva, Ulcinj
Heute fuhr der Bus erst 07:45 Uhr ab, heißt, wir konnten zum Frauentag etwas länger schlafen.

Erste Station war die Altstadt von Budva, wie alle Städte hier an der Adria mit italienischem Erbe, da die Venezianer auch hier 500 Jahre herrschten. Danach die Kaiserlichen (die Österreicher) nur 100 Jahre bis zum Attentat 1914.

Die Altstadt ist eine venezianische Festung (ähnlich der Ville Close in der Bretagne).


Bild 38: Die Altstadt von Budva.

In der Innenstadt gibt es noch sechs Kirchen, die winzigen haben nur an Pilgertagen offen,


Bild 39: Die älteste Kirche.

in der orthodoxen Kirche war gerade Gottesdienst.


Bild 40: Tür der othodoxen Kirche.


Bild 41: Zitadelle.

Anschließend hatten wir noch Zeit, um an den Strand zu gehen, vorbei an der Jungfrau von Budva, die 25 Jahre auf ihren Seemann wartete (und starb, bevor er zurück kam).


Bild 42: Jungfrau von Budva.

Und natürlich waren wir wenigstens mit den Füßen in der Adria.


Bild 43: In der Adria.

Dann ging es weiter zur Shopping-Tour: Schmuck und Leder. Irgendwie müssen die niedrigen Preise der Reise ja zustande kommen.

So, haben wir überstanden. Zur Belohnung ein kleiner Foto-Zwischenstopp bei Svete Stefan, dem Werbeplakat-Motiv für Reisen nach Montenegro.


Bild 44: Sv. Stefan.

Mit Zwischenstopp in Bar


Bild 45: Mandelblüte.

ging es dann weiter zu unserer nächsten Unterkunft in Ulcinj, bei der wir mal im Hellen ankamen. Das Hotel lag direkt am Strand und man konnte noch einmal Wassertreten. Ganz Mutige stürzten sich auch in die Fluten.

Als wir mit dem Bus ankamen, haben wir am Fluss lustige Fischerhütten mit Senknetzen gesehen.


Bild 47: Fischfang einmal anders.

Die untergehende Sonne wurde zwar von einer Bergkette verdeckt, aber ein bisschen Sonnenuntergang war dann doch auszumachen.


Bild 48: Sonnenuntergang.



Freitag, 7. März 2025
Montenegro: Podgorica, Kotor, Tivat und Budva
Heute durften wir schon etwas länger schlafen, aber der Muezzin weckte pünklich um 05:08 Uhr. Aber Frühstück war erst um halb sieben und der Bus fuhr halb acht los in Richtung Grenze zu Montenegro entlang am Shkodra-See.


Bild 24: Wappen (und Flagge) von Montenegro.

Weiter in die Hauptstadt von Montenegro nach Podgorica, dem ehemaligen Titograd. Aber Zeit, um anzuhalten, war leider nicht, wir mussten weiter über die hohen schwarzen Berge (Monte negro), die uns noch von der Adriaküste trennten. Es war ein Erlebnis, als man über die Bergspitze fuhr und ganz weit unten die Adria mit der Stadt Budva sah. Wir brauchten ca. eine halbe Stunde bis hinunter.

Weiter ging es nach Kotor, die Stadt ist Weltkulturerbe. 500 Jahre lang gehörte Kotor zu Venedig, italienischen Flair hat man hier allerorten. Kotor ist die einzige Stadt in Montenegro, welche von den Osmanen zwar von außen belagert wurde, welche sie aber nicht von innen gesehen haben.

Eng drängt sich die Stadt ganz hinten in der Bucht auf einen dreieckigen Keil. An zwei Seiten ist die Stadt von Wasser umgeben und wird von dicken Mauern geschützt, auf der dritten Seite ragen Berge in die Höhe.


Bild 25: Kotor von der Wasserseite aus.


Bild 26: Die Stadtbefestigung.

Durch das Hafentor betritt man die Stadt


Bild 27: Hafentor.

und sieht als erstes den Uhrenturm auf dem Waffenplatz.


Bild 28: Clock Tower.

Nicht lässt mehr erahnen, wie stark die Stadt durch das Erdbeben von 1979 zerstört wurde. Viele der alten Palazzos wurden wieder aufgebaut.


Bild 29: Palazzo einer Adelsfamilie.

Vorbei an Kathedrale und Lukaskirche kommt man zur orthodoxen Kirche Sv. Nikolai.


Bild 30: Kathedrale.


Bild 31: orthodoxe Kirche Sv. Nikolai.

Nach einem kleinen Imbiss warteten wir auf die Abfahrt unseres Bootes, mit dem es für uns weiterging. Auf dem südlichsten Fjord Europas


Bild 32: Städtchen Perast am Fuße der Berge, die den Fjord bilden.

ging es in Richtung Tivat zur Kirche Maria vom Fels. Auf einem 2 Quadratmeter großen Felsen hat man 1452 eine Ikone der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind gefunden und ihr zu Ehren mithilfe von mit Steinen beladenen Schiffswracks die Insel vergrößert und dann die Kirche darauf gebaut.


Bild 33: Wallfahrtskirche Maria vom Fels.

Die Ikone ist nun in einem Altar aus vier verschiedenen Marmorarten eingefasst.


Bild 34: Altar mit Ikone. Über dem Altar ein Kronleuchter aus Murano-Glas.


Dankbare Menschen bringen Silbertäfelchen oder andere Gegenstände vorbei, wenn ein Gebet in der Kirche geholfen hat. So gibt es auch ein Sickbild einer Seemannsfrau, an dem sie 25 Jahre gestickt hat. Auch eigene Haare hat sie zum Sticken der Engelsfrisuren verwendet.


Weiter ging es durch die engste Stelle von 325 Metern im Fjord, durch die früher eine Kette unter Wasser gespannt war und die bei Bedarf straff gezogen werden konnte.

Auf der anderen Seite in Tivat gingen wir von Bord. Dies ist ein Tummelplatz der Reichen und Schönen, da hier die Riesenyachten anlegen können.


Bild 35: Yachten vor Tivat.

Der Ort hat so viele Markenläden, dass Rolex zur Werbung eine echte Rolex als Uhr auf der Einkaufsmeile bauen ließ.


Bild 36: Rolex-Uhr auf der Einkaufsmeile.

Dann verließen wir den Ort, um wieder zurück nach Budva zu fahren, dort ist unser Hotel. Nach dem Abendessen war auch noch Zeit für einen Strandspaziergang an der Adria.


Bild 37: Abendspaziergang am Strand von Budva.



Donnerstag, 6. März 2025
Kosovo mit Gratschanitza-Kloster und Prizren
Heute morgen ging es früh los. 6:15 Uhr sollten wir beim Frühstück sein. Die Reisegruppe war auch vollständig da, nur das Frühstück fehlte. Das Hotel ist wahrscheinlich noch keine deutschen Reisegruppen gewöhnt :-). 07:15 Uhr ging es dann mit dem Bus los in Richtung Grenze zum Kosovo.


Bild 09: Fahrt in den Kosovo.


Bild 10: Flagge vom Kosovo.

Erste Station war das Weltkulturerbe in Gratschanitza, eine orthodoxe Kirche.


Bild 11: Kloster Gratschanitza.

Im Inneren der Kirche durfte man nicht fotografieren. Nach einer halben Stunde mussten wir auch schon wieder beim Bus sein.


Bild 12: Warten auf den Bus am Ortszentrum von Gratschanitza.

Unser Reiseführer versorgte uns während der Reise immer mit Infos zur Geschichte. So fuhren wir von Gratschanitza an Pristina vorbei durch die Region Amselfeld (Amsel heisst auf Serbisch Kos, Feld heisst polje, also ist die Übersetzung von Amselfeld = Kosovo polje, daher hat der Kosovo seinen Namen; einer Legende nach verwandelten sich alle serbischen Gefallenen auf dem Feld in schwarze Vögel). Das Amselfeld war in der Vergangenheit dramatischer Schauplatz historischer Schlachten. Der Sieg der Osmanen 1389 leitete die bis 1912 andauernde türkische Herrschaft ein.

Heute ist die Gegend auch für ihre Weinrebsorte bekannt: Amselfelder.


Bild 13: Auf der Busfahrt, vor uns die Dinarischen Alpen mit einer Höhe von 2.658 m.

Nächster Halt war Prizren, ein wunderschönes Städtchen inmitten hoher Berge, touristisch bereits erschlossen und auf jedenfall eine Reise wert.

Prizren ist ein Schmelztiegel von Nationen mit unzähligen Moscheen sowie orthodoxen und katholischen Kirchen. Über der Stadt thront eine Festung, aber leider hatten wir keine Zeit, sie uns anzusehen.


Bild 14: Blick zur Festung Kalaja, welche im 2. Jh. erstmalig erwähnt wurde.

Wir starteten mit einer orthodoxen Kirche, die in Osmanischer Zeit in eine Moschee umgebaut wurde. Die Fresken wurden einfach überputzt. Inzwischen ist es nach einem Brand bei den Märzunruhen 2004 wieder eine restaurierte orthodoxe Kirche, das älteste Fresko der Muttergottes ist aus dem 13. Jh.


Bild 15: Serbisch-orthodoxe Kirche der Gottesmutter von Ljeviska (ein Fünfkuppelbau) in Prizren aus dem 13. Jh., sie ist Weltkulturerbe. Im Inneren durfte man nicht fotografieren.

Dann hatten wir die Möglichkeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Erst Sightseeing: die Moschee war offen und auch Nichtgläubige durften hinein, Frauen mit Kopftuch wie üblich.


Bild 16: Sinan-Pascha-Moschee vom Beginn des 17. Jh.

Die Moschee ist der größte islamische Sakralbau im Kosovo mit dem höchsten Minaret des Balkans.


Bild 17: Das Innere der Moschee.


Bild 18: Kalligrafie in der Kuppel.

Dann war das Mittagessen mehr als verdient: Köfte gefüllt mit Käse in feiner Käsesauce und als Nachtisch mit Vanilleeis gefülltes Baklava. Da läuft Euch zu Recht das Wasser im Munde zusammen :-).


Bild 19: Mittagessen: Köfte.

Grösste Attraktion der Stadt ist eine 500 Jahre alte Steinbrücke.


Bild 20: Steinbrücke Ura e Gurrit aus dem 15. Jh.

Dann ging es wieder weiter in Richtug Grenze zwischen Kosovo und Albanien.


Bild 21: Flagge von Albanien.

Hier fuhren wir auf Bergstrassen in Richtung Adriaküste. Der höchste Pass lag bei 752 Metern.


Bild 22: Zwischenstopp an einem Rastplatz in den albanischen Bergen.

Mit der untergehenden Sonne erreichten wir unser Hotel irgendwo im Nirgendwo bei Shkodra am Shkodra-See in der Nähe der Grenze zu Montenegro, wo wir morgen hinfahren.

Zum abendlichen Buffet mit regionalen und internationalen Leckerbissen gab es albanisches Bier, reinen Traubensaft und später noch einen albanischen Weisswein.


Bild 23: Albanisches Bier und Traubensaft zum Abendessen.



Mittwoch, 5. März 2025
Nordmazedonien: Veles
Wir sind gut in Nordmazedonien in Scopje bei 19° Sonnenwetter gelandet


Bild 01: Flughafen Skopje.

und ca. 30 min bis nach Veles in unser erstes Hotel gefahren.


Bild 02: Veles (in kyrillischen Buchstaben).

Da bis zum Abendessen noch etwas Zeit war, haben wir gleich noch die Stadt erkundet.


Bild 03: Die Flagge Nordmazedoniens.

Veles ist eine Stadt, die von kahlen Bergen umgeben ist (die Slawen gaben ihr den Namen "in den Wäldern", da früher dichte Wälder die Stadt umgaben), die Häuser sind steil am Hang gebaut. Mitten durch die Stadt fließt der Fluss Vardaz.


Bild 04: Der Fluss Vardaz mit Sv. Pantelejmon auf dem Gipfel (das beleuchtete Kreuz).

Im Süden der Stadt oben auf dem Berg wurde die Kirche Sv. Pantelejmon errichtet. Auf dem Foto ist sie durch das beleuchtete Kreuz zu erkennen.

Die Stadt Veles liegt ganz zentral in Nordmazedonien und hatte ihre große Zeit vom 17. bis 19. Jh. Hier gab es die erste Bibliothek des Landes, die erste Musikschule und hier wurde auch das erste Drama in mazedonischer Sprache verfasst. Nach dem zweiten Weltkrieg war es Industriestadt mit verschiedenen Fabriken: Metall, Textilien, Porzellan und Kunstdünger. Nach dem Ende Jugoslawiens wurden die Fabriken geschlossen und die Hälfte der Bevölkerung ist arbeitslos. Man versucht mit Handwerk zu überleben.

Nordmazedonien öffnet sich jetzt langsam für den Tourismus. Wir sind die zweite größere Reisegruppe, die diese Tour macht. Die Reisegruppe der letzten Woche wurde noch vom Tourismusminister persönlich am Flughafen begrüßt. Daher ist alles noch ein wenig improvisiert, was aber auch seinen Charme hat.

Auf dem weiteren Spaziergang durch die Stadt war auch eine griechisch-orthodoxe Kirche offen, die dem heiligen Kyril und dem heiligen Methodius gewidmet ist. (Wikipedia: "Die aus Thessaloniki im damaligen Oströmischen Reich stammenden Brüder Kyrill und Method waren byzantinische Gelehrte und Priester. Sie betrieben gemeinsam die christliche Missionierung slawischer Völker im 9. Jahrhundert, weshalb sie als Slawenapostel bezeichnet werden. Sie schufen die erste Schrift für die altslawische Sprache – das glagolitische Alphabet.")


Bild 05: Neu erbaute Kirche in Veles.

Im Inneren sind die Kirchen immer üppig bemalt und Ikonen der Heiligen sind ausgestellt.


Bild 06: Kirche von innen.


Bild 07: Bemalung der Wände.

In der Sparkasse (gibt es hier wirklich) noch ein bisschen Kleingeld (Mazedonischer Denar MKD) geholt, um gleich nebenan im dm-Drogeriemarkt Wasser zu kaufen.

Wieder zurück im Hotel gab es zum Abendessen ein mazedonisches Bierchen "Skopsko"


Bild 08: Mazedonisches Bier.

sowie ein Buffet. Interessant dabei waren Rote-Bete-Rohkostsalat, gebratene Aalstückchen und die Nachspeise (geschichtete Kekse wie beim Kalten Hund und dann aber statt Schokolade dicke Schichten Schokosahne).

Morgen geht es über die Grenze in den Kosovo, einige aus der Reisegruppe, die keinen deutschen Pass haben, müssen schon nach Albanien vorfahren (auf eigene Kosten) und dürfen in den Kosovo nicht einreisen.



Dienstag, 18. Februar 2025
Auf zum Balkan
Demnächst geht es wieder auf Studienreise, diesmal auf den Balkan. Hier die Karte.


Reiseroute