Dienstag, 11. März 2025
Nordmazedonien: Skopje
Heute fuhr der Bus um 07:00 Uhr ab, hieß also: Frühstück um sechs.

Erste Station war eine Teppichknüpferei. Hier waren die verschiedenen Materialien in den Teppichen zu bewundern: Wolle auf Wolle, Wolle auf Baumwolle, Seide auf Wolle und Seide auf Seide. Die Preise lasse ich jetzt mal weg. Fotografieren durfte man nicht wegen Musterklau.

Weiter ging es über die Berge in Richtung Skopje. Ein Zwischenhalt in 1200 Metern Höhe, an den Nordhängen lag sogar noch Schnee.


Bild 71: Hier unser Bus. Wir hatten einen wirklich erfahrenen und immer ruhig bleibenden Busfahrer.

In Skopje starteten wir mit der Stadtführung in die St.-Clement-Kirche.


Bild 72: Sv.-Clement-Kirche.


Bild 73: Die Kirche innen mit Ikonostase.


Bild 74: Die Kuppel der Kirche.

Die Stadt Skopje wurde 1963 von einem schweren Erdbeben getroffen, bei dem über 1000 Einwohner starben. Daher ist in der Innenstadt alles in den 60er Jahren wiederaufgebaut worden. 2014 kam eine rechte Regierung an die Macht, die die einfachen Fassaden mit nachgemachten alten Fassaden "verschönert" hat. Dadurch ist Skopje ein Sammelsurium an Baustilen.


Bild 75: Baustil-Mischmasch in Skopje.

Die nachfolgende linke Regierung stoppte dann die horrenden Ausgaben für die Fassaden"verschönerung".
Und es wurden über 100 Denkmäler in der Stadt von der rechten Regierung aufgestellt, z.B.:


Bild 76: Denkmal für Alexander, den Großen.

Alexander der Große oder Alexander von Mazedonien ist allen aus der Geschichte bekannt. Gelebt hat er von 356 bis 323 v. Chr., gestorben ist er an Fieber. Sein Lehrer war Aristoteles.

An der steinernen Brücke, früher die einzige zwischen dem christlichen und dem osmanischen Stadtteil


Bild 77: Steinerne Brücke über den Fluss Vardar.

steht ein Denkmal für den byzantinischen Imperator Justinian, der die beim Erdbeben 518 zerstörte Hauptstadt Skupi (in einem Dorf in der Nähe wurde Alexander geboren) 6 km weiter weg wieder aufbaute, das heutige Skopje.


Bild 78: Denkmal für Justinian.

In der Nähe des Alexander-Denkmals stand vor dem großen Erdbeben das Geburtshaus von Mutter Theresa. Etwas davon entfernt findet man ihr zu Ehren ein Museum.


Bild 79: Museum für Mutter Theresa.


Bild 80: Wachsfigur von Mutter Theresa.

Hier noch Beispiele für die "Fake"-Architektur:


Bild 81: "Engelsbrücke".


Bild 82: "Arc de Triumphe".

Eine neue orthodoxe Kirche:


Bild 83: Kirche.

Anschließend gab es im osmanischen Teil noch einen Kaffee.


Bild 84: Hamam im osmanischen Teil.

Dann ging es in unser letztes Hotel. Morgen früh ist dann um 04:00 Uhr Frühstück, um 05:00 Uhr Abfahrt un um 07:35 Uhr geht der Flieger.



Nordmazedonien: Kloster Naum, Ohridsee und Ohrid
Heute durften wir wirklich einmal ausschlafen. Frühstück war erst zu halb neun angesetzt.


Bild 59: Blick vom Hotel auf den Ohrid-See.

Es ging dann auch erst 09:30 Uhr mit dem Bus los. Auf dem Weg zu unserer ersten Station hielten wir oberhalb einer Nachbildung eines jungsteinzeitlichen Pfahlbauten-Dorfes, wie es sie hier am Ohrid-See den Ausgrabungen nach hier gegeben hat.


Bild 60: Pfahlbauten.

Dann erreichten wir das Kloster Naum, ein im Jahr 900 erbautes Kloster,


Bild 61: Kloster Naum.

in dem Naum als Lehrer, Missionar und Wunderheiler wirkte. Er war ein Schüler von Kyril und Method, welche die kyrillische Schrift eingeführt hatten Naum hat sie dann noch einmal vereinfacht, so dass es nicht mehr 40 verschiedene Schriftzeichen waren.

Das Kloster ist heute ein wichtiger Pilgerort der byzantinischen Kirche.

Nach einer Suppe zum Mittag ging es mit dem Boot ü er den Ohrid-See in Richtung Ohrid zurück. Der Ohrid-See liegt auf einer Höhe vonn 700 Metern. Die hoch aufragenden Berge sind ungefähr 2500 Meter hoch. Der Pass, über den wir gestern ins Tal gefahren sind, lag ungefähr bei 1000 Metern.

Der Ohrid-See ist aber nicht nur der höchstgelegene See Europas, sondern auch mit 288 Metern der tiefste.


Bild 62: Blick auf die den See umgebenden Berge.

Um den See herum sind viele Urlaubsunterkünfte für Sommerfrischler. Auch Tito hatte hier eines seiner Sommerquatiere, in dem er sich des öfteren mit Sophia Loren zum "Kaffee" getroffen hat.

Nach einer Weile kam dann auch Ohrid in Sicht, mit der Festung, die über der Stadt thront. Die Altstadt wurde zum Weltkulturerbe erklärt.


Bild 63: Die Stadt Ohrid mit Festung.

Die Stadt liegt an der Via Eterna (von Bar bis Konstantinopel), eine Verlängerung der Via Apia (von Rom bis Bari)
Auf der Via Eterna sind wir gestern auch von Shkodra über Tirana bis hier nach Ohrid gefahren.

Ohrids Altstadt ist vor allem für seine Häuser mit den vorstehenden Erkern und Balkonen bekannt (der Fiskus hat damals schon die Häuser nach der Hausgrundfläche besteuert). Daher werden die Häuser nach oben immer breiter.


Bild 64: Typisches Haus in Ohrids Altstadt.

Die wichtigste Kirche in Ohrid ist die Hagia Sophia. Die Namensgleichheit mit der ehemaligen Kirche in Istanbul kommt nicht von ungefähr. Konstantinopel hat es den Mazedoniern gestattet, den gleichen Namen zu verwenden, wenn sie dafür in Mazedonien 365 Kirchen bauen, für jeden Tag eine. Haben sie gemacht.


Bild 65: Hagia Sophia von Ohrid.

In der Nähe der Festung gibt es noch eine auf einem Felsen gelegene Kirche, die Kirche Sv. Jovan.


Bild 66 : Sv. Jovan

Berühmt sind auch die Perlen vom Ohrid-See. Es sind keine echten Perlen. Sie werden hergestellt, indem man Muschelperlmutt zerkleinert und mit einer geheimen Masse zu einer Kugel formt. Dann zerkleinert man Fischschuppen der Ohrid-Forelle und überzieht die Kügelchen damit, so dass sie einen schönen Glanz bekommen. Fertig sind die "Fake"-Perlen.


Bild 67: "Fake"-Perlen.

Ein weiterer Schüler von Kyrill und Method war der heilige Clemens. Er hat sich in Ohrid niedergelassen und dort eine Universität gegründet.


Bild 68: Der heilige Clemens, Gründer der Uni in Ohrid.

Nach einer Kaffeepause ging es dann ins Hotel zurück, wo wir diesmal rechtzeitig genug für den Sonnenuntergang ankamen.


Bild 69: Sonnenuntergang am Ohridsee, Blick zur albanischen Seite des Sees.

Nach dem Abendbrot ging es dann aber noch zu einem Folkloreabend. Acht junge Tänzerinnen und Tänzer zeigten uns Mazedonische Tänze.


Bild 70: Folkloreabend.



Sonntag, 9. März 2025
Albanien: Shkodra und Tirana
Heute mussten wir wieder früh raus, auch wenn es Sonntag war. 06:15 Uhr Frühstück und 07:15 Uhr Abfahrt.
Wir hatten ja schon dicht an der Grenze zu Albanien übernachtet. Erste Station in Albanien war Skodra. Wir besichtigten eine Kirche


Bild 49: Marienkirche. Mutter Theresa und Papst Johannes Paul II. waren bei der Kirchweihe dabei.

und eine Moschee.


Bild 50: Moschee in Shkodra.

Nach den zweiten Weltkrieg war Albanen kommunistisch, das Land hat sich aber völlig nach außen abgeschottet. Kirchen und Moscheen wurden entweiht und als Turnhallen o.ä. benutzt oder abgerissen. Nach dem Ende der kommunistischen Zeit wurden aber wieder neue gebaut. Die karholische Kirche in Shkodra war eine Turnhalle.


Bild 51: Das Innere der Marienkirche. Links das Bildnis von Mutter Theresa.

Kosovo und Montenegro waren Länder, in denen der Euro die Landeswährung ist. Sie haben allerdings noch keine eigenen geprägten Euros, beide Länder sollen aber bis Ende der zwanziger Jahre noch in die EU aufgenommen werden.
Hier in Albanen bezahlt man mt Lek. Aber auch der Euro wird stellenweise akzeptiert.


Bild 52: Albanische Leks.

Dann ging es von der Küste ins Innland. Dabei kamen wir in Lezhe am Grab des Volkshelden Skanderbek vorbei. Er käpfte für die Freiheit der Albaner von den Osmanen. Interessant ist, das er, der Fürstensohn, als ein Unterpfand des türkischen Sultans mitgenommen wurde und als Janitschar, Mitglied der Sultan-Elitetruppe, ausgebildet wurde. Mit dieser militärischen Ausbildung hat er dann einen Partisanenkrieg gegen die osmanischen Truppen angeführt. Bei der Verteidigung der Festung von Lezhe ist er gefallen und an der Stelle seines Grabes wurde das Mausoleum gebaut.

Nächste Station ist Tirana. Eine moderne Stadt mit viele Hochhäusern, die auch irgendwo in China stehen könnten. Der Städtebau wurde mit vor allem italienischen Geld gefördert.

Erste Station war die Moschee, die das Regime als einzige hat stehen lassen.


Bild 52: Alte Moschee.

Dann ging es weiter zu den Bunkern. In Albanien gibt es unzählige davon aus der Zeit des kalten Krieges, selbst auf den Dörfern.


Bild 53: Bunkereingang.

Danach gingen wir zur Pyramide,


Bild 54: Pyramide.

einem Bau, in dem der albanische Diktator Enver Hodscha beerdigt werden wollte. Er starb vor Fertigstellung des Baus 1985 und nach dem Ende der kommunistischen Ära hat man ein Begegnungszentrum für die Jugend draus gemacht. Heute ist es ein Innovation-Hub.


Bild 55: Pyramide innen.

Von oben hat man einen schönen Blick über die Stadt, von dort sieht man auch die größte Moschee des Balkans mit 5000 Gebetsplätzen.


Bild 56: Neue Moschee. Sie wurde mit arabischer Finanzhilfe errichtet. (Blick auf die Moschee zwischen zwei Hochhäusern.)

An der letzten Tankstelle in Albanien tauschten wir unser letztes albanisches Geld in Naturalien um.


Bild 57: Bier und Raki (so etwas ähnliches wie Grappa) von der Tanke.

Kurz danach überquerten wir auf einem Pass in 1000 Meter Höhe die albanisch-nordmazedonische Grenze. Unser heutiges Hotel steht am Ohrid-See.


Bild 58: Ankunft am Ohrid-See.



Samstag, 8. März 2025
Montenegro: Budva, Ulcinj
Heute fuhr der Bus erst 07:45 Uhr ab, heißt, wir konnten zum Frauentag etwas länger schlafen.

Erste Station war die Altstadt von Budva, wie alle Städte hier an der Adria mit italienischem Erbe, da die Venezianer auch hier 500 Jahre herrschten. Danach die Kaiserlichen (die Österreicher) nur 100 Jahre bis zum Attentat 1914.

Die Altstadt ist eine venezianische Festung (ähnlich der Ville Close in der Bretagne).


Bild 38: Die Altstadt von Budva.

In der Innenstadt gibt es noch sechs Kirchen, die winzigen haben nur an Pilgertagen offen,


Bild 39: Die älteste Kirche.

in der orthodoxen Kirche war gerade Gottesdienst.


Bild 40: Tür der othodoxen Kirche.


Bild 41: Zitadelle.

Anschließend hatten wir noch Zeit, um an den Strand zu gehen, vorbei an der Jungfrau von Budva, die 25 Jahre auf ihren Seemann wartete (und starb, bevor er zurück kam).


Bild 42: Jungfrau von Budva.

Und natürlich waren wir wenigstens mit den Füßen in der Adria.


Bild 43: In der Adria.

Dann ging es weiter zur Shopping-Tour: Schmuck und Leder. Irgendwie müssen die niedrigen Preise der Reise ja zustande kommen.

So, haben wir überstanden. Zur Belohnung ein kleiner Foto-Zwischenstopp bei Svete Stefan, dem Werbeplakat-Motiv für Reisen nach Montenegro.


Bild 44: Sv. Stefan.

Mit Zwischenstopp in Bar


Bild 45: Mandelblüte.

ging es dann weiter zu unserer nächsten Unterkunft in Ulcinj, bei der wir mal im Hellen ankamen. Das Hotel lag direkt am Strand und man konnte noch einmal Wassertreten. Ganz Mutige stürzten sich auch in die Fluten.

Als wir mit dem Bus ankamen, haben wir am Fluss lustige Fischerhütten mit Senknetzen gesehen.


Bild 47: Fischfang einmal anders.

Die untergehende Sonne wurde zwar von einer Bergkette verdeckt, aber ein bisschen Sonnenuntergang war dann doch auszumachen.


Bild 48: Sonnenuntergang.